Psychotherapie

Fast alle organischen Leiden sind psychosomatisch bedingt, das heißt, sie haben eine psychische Ursache.
Aber der Begriff „psychisch“ löst beim Patienten immer noch häufig die falsche Vorstellung aus, dass bei ihm etwas nicht in Ordnung ist. Er kann bei sich keine psychische Störung erkennen, und lehnt sie deshalb ab. Außerdem wird oft eine körperliche Störung diagnostisch nachgewiesen. Er kann also nichts dafür, dass er die Krankheit bekommen hat, und sieht sich nicht in der Pflicht.
Jedoch kann man Körper, Geist und Seele nicht trennen. So wie körperliche Leiden Auswirkungen auf die Psyche haben, so zeigen sich psychische Probleme am Körper.
Geistige Verspannungen äußern sich z.B. als Muskelverspannungen am Körper.
Wir sind nicht in unserem Bewusstsein gestört. Wir können Zusam-menhänge bei Krankheiten meist nicht verstehen, weil sie vom Unterbewussten kommen.

Das Unterbewusstsein wird durch Erfahrungen programmiert und wir brauchen diese Automatismen, da wir nicht alles erst überdenken können.
Aber es gibt auch negative Erfahrungen. Dauerhafte Verletzungen durch die Eltern oder durch andere Bindungspersonen sind häufige Ursachen psychischer Störungen.
Diese Erfahrungen verdrängen wir, weil sie schmerzhaft sind.
Aber wenn wir sie uns nicht bewusst machen und durchleben, werden sie uns immer wieder bedrängen.
Jede Erfahrung will zu Ende gelebt und vervollständigt werden. Sobald sie abgeschlossen ist, verflüchtigt sie sich.
Aber solange sie noch unvollständig ist, ist sie präsent. Sie quält und verfolgt uns, und zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich.
Alles versuchen wir irgendwie zu umgangen, nur teilweise, nur halbherzig und auf lauwarme Weise zu leben.

Diese unbewussten Inhalte drängen dann wieder ins Bewusstsein. Sie verursachen Konflikte und Leiden. Sie drängen uns, dass wir uns wieder mit ihnen auseinandersetzen.
Das Leben ist Veränderung, und wer den notwendig gewordenen Schritt nicht tut, schwimmt gegen den Strom.

Aber jeder Schritt weiter auf dem Weg der persönlichen Entwicklung macht das Zurück unmöglich. Das Ich wird herausgefordert, mutig weiterzugehen oder stehen zu bleiben.
Im Märchen tritt an dieser Stelle noch einmal der Warner auf. Er versucht, den Helden von dem einmal beschlossenen Weg im letzten Augenblick zurückzuhalten und ihn zu überreden, innerhalb seines alten, gewohnten Lebensweges zu bleiben. Er ist der Hüter der bestehenden Grenzen, in denen sich das ordentliche Leben abzuspielen hat, und auch von den meisten Menschen nicht übertreten wird.
Den Raum zu betreten, in dem übernatürliche Kräfte walten, ist nicht jedermanns Sache. Der Durchschnittsmensch pflegt in der Regel noch stolz darauf zu sein, innerhalb dieser Grenzen bekannter und überlieferter Ordnung zu bleiben.
Dem entgegen wissen schon viele psychisch kranke Patienten, dass sie sich einer Persönlichkeitsveränderung, einem psychischen Entwicklungsprozess unterziehen müssen, wenn sie gesund werden wollen. Aber nicht nur bei eindeutig psychischen Erkrankungen, sondern auch bei organischen Krankheiten, wo psychische Ursachen weniger einsehbar sind, ist die Veränderung individueller schädlicher Muster – von denen keiner von uns frei ist – oft wichtiger als ausschließlich Medikamente, die nur im körperlichen Bereich wirken.

Bei Schulterschmerzen z.B. zweifeln wir nicht daran, dass sie eine körperliche Ursache haben. Aber ganzheitlich gesehen führt meist eine Misstrauenshaltung zu Schulterschmerzen. Sie wollen uns zeigen, dass wir die Misstrauenshaltung in eine Vertrauenshaltung verändern sollen.

Die meisten psychischen und körperlichen Leiden haben ihre Ursache in trübseligen Kindheitserlebnissen, die verhindern, ein gesundes Ich zu werden. Solche Menschen sind später gehemmt, trauen sich nichts zu, haben Berührungsängste oder wenig Selbstvertrauen.
Schreckliche Kindheitserlebnisse sind als Selbstschutz meist völlig dissoziert, weil sie schmerzlich bis unerträglich sind. Durch Hypnose können sie bewusst gemacht und verarbeitet werden.

Suggestionen sind verbreitete Ursachen von psychischen und körperlichen Störungen. Was glauben Sie, welche Auswirkung es für das spätere Leben hat, wenn man einem Kind immer wieder sagt, dass es dumm ist?
Wenn in der Herkunftsfamilie Sexualität als Sünde suggeriert wurde, dann ist Sexualität immer mit einem schlechten Gewissen verbunden.

Dass jemand immer an seine schwere Krankheit denkt, ist Hypnose.
Auch unzutreffende Selbstvorstellungen führen zu emotionellen Störungen.
Und so könnte man viele weitere psychische Ursachen für Verhaltens-störungen, von der Zwangsneurose über den Armuts- und Minderwert-komplex, bis zur Selbstbestrafung, aufführen.
Im Grunde sind wir alle psychisch gestört. Wir sollten unsere Probleme als Aufgabe sehen, und nicht unseren Selbstwert in Frage stellen.

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