Systematische Problemlösung

Das systemische Konzept ist ein spezielles Therapiekonzept, bei dem versucht wird, gemeinsam herauszuarbeiten, was das Symptom vom Patienten will, bzw. was der Patient braucht.
Wenn wir ein gesundheitliches Problem haben, müssen wir meist feststellen, dass wir nicht in der Lage sind, etwas dagegen zu tun.
Da uns aber ein Symptom etwas sagen will, muss es uns möglich sein, es zu verstehen.
Also muss es eine Seite in uns geben, durch die das Symptom verstehbar wird - das ist unser Unterbewusstsein.
Das Unterbewusstsein entwickelt aufgrund von Erlebnissen Verhaltensmuster, die in gewissen Situationen auch gegen unseren Willen auftreten können.
Wenn z.B. einer Frau in ihrer Kindheit suggeriert wurde, dass Sexualität sündhaft ist, so kann sie Kontaktschwierigkeiten zum anderen Geschlecht entwickeln.
Häufig unterdrücken wir natürliche Bedürfnisse. Aber die andere Seite in uns will, dass wir unsere natürlichen Bedürfnisse leben, auch wenn sie noch in niederer Gestalt in uns warten. Sie wollen befreit und vermenschlicht werden.
Die Frage ist also nicht, was ist die Ursache des Symptoms, sondern, was will es vom Patienten.
Das Unterbewusstsein ist ein äußerst kluger Botschafter von Bedürfnissen.
Wenn das Symptom auftritt bzw. wenn es stärker wird, sowie wenn es verschwindet bzw. leichter wird, können wir erkennen, was wir brauchen bzw. was uns schadet.
Das Unterbewusstsein sagt: Wenn du dich richtig verhältst, lasse ich es dir gut gehen, wenn du aber davon abweichst, dann gibt es Sanktionen.

Die natürliche Körperabwehr ist ein Schutz gegen Krankheitserreger, während bei der Allergie die andere Seite in uns auf ungefährliche Substanzen übertrieben reagiert.
Auf der Verstandesebene ist die Überreaktion bei Allergien nicht verstehbar. Aber aus der Sicht der auflehnenden, reaktiven Seite ist das Symptom sinnvoll. Sie sieht im Fall der Allergie eine Bedrohlichkeit, wo keine ist und für sie ist ihre Reaktion angemessen. Sie lebt in einer anderen Welt, in der ein harmloser Reiz anders interpretiert wird, als in der bewussten Welt.
So kann z.B. der Anblick eines Lebensmittels, diese Seite in eine Bedrohung versetzen und sie reagiert mit einem Kreislaufkollaps.
Diese Seite in uns erlebt nämlich bei einem bestimmten Lebensmittel einen Kreislaufkollaps, weil es ein Zusammenhang zwischen dem allergischen Lebensmittel und einem sehr bedrohlichen Erlebnis gibt, der nicht mehr bewusst ist.
In einer sehr emotionalen Situation, in der sich der Patient in seinem Erleben völlig ausgeliefert, ohnmächtig evtl. vom Tode bedroht gefühlt hat, hatte er vermutlich Kontakt mit dem Lebensmittel. So kann es zu dieser Verknüpfung und damit zu der Lebensmittelallergie gekommen sein.
Die bewusste Seite hat sich von diesem schrecklichen Erlebnis erholt, aber immer dann, wenn der Allergiker in Kontakt mit diesem Lebensmittel kommt, wird das Erfahrungsmuster wieder lebendig. Die andere Seite in uns fühlt sich völlig ausgeliefert und reagiert mit Angst.
Wenn dieses Geschehen bewusst gemacht werden kann, müsste man dieser Seite mitteilen, dass dieses Lebensmittel nur Lebensmittel bedeutet und keine Verbindung zu dem ohnmächtigen, ausgelieferten Erlebten zu haben braucht.
Und wenn man dann noch herausfinden würde, was der Patient in dieser schrecklichen Situation gebraucht hätte, dann könnte man auch erkennen, was der Patient auch jetzt noch bräuchte. Damit würde diese Reaktion auch einen Sinn machen.

Wie bei Krebs scheint auch bei der Allergie eine Rolle zu spielen, dass die Lebensziele weniger auf Egoismus und mehr auf Altruismus (Selbstlosigkeit) ausgerichtet sind.
Wenn Leute aber beginnen würden, so zu leben, wie sie von innen heraus leben wollen, würde sich auch ihr Leiden verändern.

Auf der rationalen Ebene ist Krankheit immer ein Defizit, aber auf der Ebene der magischen Welt ist es oft viel leichter, wertschätzende positive Konversationen zu machen. Es ist wichtig, den Kompetenzaspekt verstehbar zu machen, aber noch wichtiger ist es, andererseits den Aspekt des Bedürfnisses in den Fokus zu rücken.

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